Lego macht kontroverse Werbung

Wie unschwer an den letzten Artikeln zu erkennen ist, habe ich mit meinem Interesse am Thema Marketing auch ein entsprechendes Interesse an guter und vor allem kreativer Werbung gefunden. In diesem Sinne nun auch der folgende Artikel.

Lego Werbung 1

Lego hat letztens mit dieser Werbekampagne für großes Aufsehen und zahlreiche Diskussionen gesorgt. Hier werden Bilder von Katastrophen mit dem Motto »Rebuild it« unterschrieben. Natürlich ist das in gewisser Hinsicht kontrovers und wahrscheinlich auch teilweise geschmacklos, aber irgendwie wird unter dieser Oberfläche auch eine viele tiefere Botschaft transportiert (ich kann sie nur leider nicht genau auf den Punkt bringen ;). Ich frage mich aber, wie die eigentliche Zielgruppe von Lego eine solche Botschaft überhaupt annähernd verstehen soll.

Über ein paar andere Meinungen zu dieser Werbung würde ich mich auf jeden Fall freuen: Wie gefällt euch diese Werbung?

Lego Werbung 2

Lego Werbung 3

[ via Cherryflava ]

08. Dezember 2006 von Peter Unruh
Kategorien: Marketing | Schlagwörter: , , | 9 Kommentare

Kommentare (9)

  1. sehr geil würde ich sagen. unter der oberfläche vermittelt lego hoffnung für die neue generation, mut zum neuanfang, spielerisch das beste daraus machen, freundschaft… Die zielgruppe sind eindeutig die »käufer«, nicht die »quängler«.

  2. Beim ersten Ansehen hielt ich diese Bilder ja für einen schlechten Scherz.
    Gleichwohl kann man in dieser Kampagne nach einem tieferen Sinn suchen. Aber geht es Lego wirklich um die Vermittlung von Hoffnung, Mut zum Neuanfang etc.? Zunächst einmal ist Lego wohl auch ein Unternehmen, dass seine Produkte verkaufen will. Dafür wird Werbung gemacht; das ist ok. In dieser Werbung dann aber das Leid und den Tod tausender Menschen zu nutzen, finde ich nicht nur grenzwertig sondern eher schon abartig. Noch dazu, wo sich die auf dem zweiten Bild wohl dargestellten Kosovaren nie Legosteinchen kaufen können und auch nicht brauchen.

  3. Ich persönlich find’s geschmacklos und auch an der eigentlichen Zielgruppe vorbei geworben. Lego sollte sich imho wieder auf sein ursprüngliches Geschäft mit simplen Plastik-Bausteinen (ohne tiefgehende Botschaft) besinnen und alle Themen-Reihen wie Star Wars usw. aus dem Programm nehmen. Dann würden sie vielleicht mal wieder schwarze Zahlen schreiben.

  4. Vorbei die schönen Zeiten in denen man noch kleine Lego Häuser gebaut und schön »Vater, Mutter, Kind« gespielt hat.

    Heute geht es nur um Gewalt, Katstrophen und Kriege. Wen wundert es da, dass die alle Amoklaufen, wenn man ihnen schon Kriegschauplätze als Spielzeug gibt.

  5. @Thomas
    Wir wollen mal nicht übertreiben. Ich (Bj.73) habe mit Freunden auch schöne Panzer, Kampfraumschiffe aus Lego gebaut und damit Star Wars komplett(!) nachgespielt. Nur Amok gelaufen sind wir bisher noch noch nicht. Obwohl ich vorhin im Supermarkt nicht übel Lust dazu gehabt hätte. Man sollte alten Menschen und Leuten mit Kindern zu manchen Zeitpunkten das Einkaufen verbieten…

  6. Hallo,
    diese Anzeigen stammen nicht von Lego!!! Mitarbeiter einer Agentur haben ohne Wissen der Chefs diese Anzeigen gestaltet und ins Web gesetzt. Das ist jedenfalls die Info von Katharina Sutch, Lego Deutschland, in München.
    Schöne Grüße
    Astrid zu Höne

  7. Alles andere hätte mich auch gewundert. Das ist nämlich wirklich provokant im Sinne von zynisch, geschmacklos und menschenverachtend. Warum nicht gleich auch Hiroshima mit reinnehmen? Oder Dresden? Aus dem realen Leid und Elend der Menschen eine positiv-aufmunternde Botschaft für Kinderspielzeug herauslesen zu wollen, ist mindestens genauso zynisch wie die Bilder selbst. Und: Neu ist die Idee dieser Provokation auch nicht, oder erinnert sich keiner mehr an das Lego-KZ von Zbigniew Libera?

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