Kreativität im Web

Im Zeitalter von Standardtemplates und Content-Management-Systemen ist Jason Santa Maria, talentierter Designer und Creative Director bei Happy Cog, mit dem Redesign seines persönlichen Blogs ein beeindruckendes Kunstwerk gelungen. Anstatt ein Template zu präsentieren, das einmal entworfen wurde und danach statisch bleibt, werden die einzelnen Blogartikel individuell gestaltet, so dass jeder Artikel ein neues Layout mitbringt.

Redesign des Blogs von Jason Santa Maria

In der Regel wird ein Design in ein festes Template gepresst und dann entsprechend mit Inhalt gefüllt. Dabei liegt der Fokus hauptsächlich am dem Inhalt und das Design wird meistens eher stiefmütterlich behandelt. Stattdessen sollten aber Design und Inhalt eine gleichberechtigte Rolle spielen, so dass sie sich gegenseitig unterstützen. Was im Editorial Design gang und gäbe ist, ist im Webdesign leider zum großen Teil untergegangen.

Jason Santa Maria beschreitet hier einen etwas innovativeren Weg und statt einfach seine Seite neu zu gestalten, hat er er ein System bestehend aus einem grundlegenden Raster, ein paar Schriftarten und einigen festen Elementen, wie z.B. der Navigation. Ansonsten erlaubt ihm das System eine hohe Flexibilität bei der individuellen Gestaltung von einzelnen Artkeln: Farben, Bilder, Schriftarten und teilweise auch das Layout können entsprechend an den Inhalt des Artikels angepasst werden.
Sein Experiment ist nicht vollkommen neu, denn auch A List Apart und A Brief Message verfolgen ein ähnliches Konzept.

Redesign des Blogs von Jason Santa Maria

So bekommt das Lesen von Blogs eine neue visuelle Dimension und man wird aus dem textlastigen RSS-Reader herausgelockt. Jeder neue Artikel bringt auch etwas fürs Auge mit. So macht das Web doch schon wesentlich mehr Spaß.

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2 Responses to “Kreativität im Web”


  • Die konsequente Umsetzung dieser (nicht wirklich neuen) Idee an sich finde ich gut, wobei mir das Design zu unruhig ist. Die benötigte Zeit zur Neuorientierung auf den unterschiedlichen Seiten ist recht lang. Dazu führen die komplett wechselnden Hintergrundfarben (mit großen Kontrasten, z.B. von Beige auf Dunkelgrün) sowie die unterschiedliche Gewichtung der Inhaltselemente. Aber in Sachen Abwechslung und Kreativität durch Gestaltungsraster stimme ich dir zu: Ein guter Schritt in die richtige Richtung.

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  • Die gleichbleibende grobe Struktur (Navigation, Inhalt und Footer) machen meiner Meinung nach die Orientierung jetzt nicht allzu schwer und gerade die stark wechselnden Designs finde ich so super und interessant.

    Aber das ist natürlich nur subjektiv. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich das weiterentwickelt.

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