Getting Things Done (1)

Wie ich die Dinge geregelt kriege. Selbstmanagement für den AlltagBisher hab ich zwar nur das erste Kapitel des Buches »Wie ich die Dinge geregelt kriege. Selbstmanagement für den Alltag« gelesen, bin aber schon begeistert davon und werde an dieser Stelle immer wieder interessante Gedanken aus einzelnen Kapiteln vorstellen.

Im ersten Kapitel geht es in erster Linie um eine neue Wahrnehmung seiner Aufgaben und Verpflichtungen. Der Autor David Allen beschreibt den optimalen Zustand, wie er eigentlich bei uns sein sollte, und nennt dabei die Probleme, die uns von einer solchen produktiven Lebensgestaltung abhalten.

Der Weltklasse-Ruderer Craig Lambert schreibt in »Mind Over Water« (Houghton Mifflin, 1998):

Für diesen reibungslos fließenden Zustand haben Ruderer ein Wort: Schwingen… Rufen Sie sich diese reine Freude in Erinnerung, als Sie auf einer Schaukel im Garten hin– und herschwangen: ein unbeschwerter Bewegungszyklus, bei dem der Impuls aus der Bewegung selbst kommt. Das Schwingen trägt uns – wir brauchen es nicht zu erzwingen. Um immer höher hinauszufliegen, pumpen wir mit den Beinen, doch es ist vorwiegend die Schwerkraft, welche die Arbeit verrichtet. Wir selbst schwingen gar nicht so sehr, vielmehr werden wir geschwungen. Das Boot schwingt einen. Sein Rumpf möchte schnell vorankommen: In seiner Linienführung und seinem Wesen singt die Geschwindigkeit. Wir müssen nur in Einklang mit dem Rumpf arbeiten, müssen aufhören, ihn mit unseren wütenden Bemühungen um höheres Tempo zurückzuhalten. Wer sich zu sehr reinhängt, beeinträchtigt die Bootsgeschwindigkeit. Übertriebene Anstrengung wird zum Kampf, und Kampf macht sich selbst zunichte. Gesellschaftliche Aufsteiger kämpfen darum, zu Aristokraten zu werden, aber ihre Anstrengungen beweisen, dass das keineswegs sind. Aristokraten mühen sich nicht ab – sie sind bereits angekommen. Schwingen ist ein Zustand des Angekommenseins.

aus: Allen, David: Wie ich die Dinge geregelt kriege. Selbstmanagement für den Alltag. 4. Aufl. München: Piper Verlag 2006.

Dieser genannte Zustand beschreibt einen Zustand, der produktiv, effizient und vor allem kontrolliert ist. Im Folgenden ein weiteres Beispiel aus dem Buch, das diesen Zustand vielleicht noch etwas deutlicher macht.

Stellen Sie sich vor, Sie werfen einen Kiesel in einen stillen Teich. Wie reagiert das Wasser? Nun, es reagiert vollkommen angemessen auf Kraft und Masse der Eingabe, dann kehrt es in den Ruhezustand zurück. Es reagiert weder über– noch untertrieben. […]
Alles, was einen veranlasst, über– oder untertrieben zu reagieren, kann einen kontrollieren – und es tut es auch oft. Wenn Sie unangemessen auf elektronische Post, Mitarbeiter, Projekte, ungelesene Fachzeitschriften, die Gedanken über das, was Sie tun müssen, und ihre Ihre Kinder oder Ihren Boss reagieren, wird weniger herauskommen, als Sie das gerne hätten.

Es geht meiner Meinung nach darum in solchen Situationen sich selbst zu kontrollieren und auch die Kontrolle über die Situation zu behalten und so mit angemessen darauf zu reagieren.

P.S. Der Originaltitel »Getting Things Done« des Buches ist prägnanter und gefällt mir besser als die deutsche Umschreibung, deswegen hab ich den englischen Titel auch als Überschrift gewählt.

18. Mai 2006 von Peter Unruh
Kategorien: Buchtipps, Produktivität | Schlagwörter: , , | Kommentare deaktiviert