
Heute ist die erste Ausgabe des Design made in Germany – Design Magazins erschienen. Es stellt regelmäßig neue und interessante Projekte deutscher Agenturen, Grafikbüros und Designer vor. Zusätzlich gibt es die Kategorien »Kolumne« und »Wissen«.
Das Magazin liegt als HTML-Onlinemagazin und PDF-Ausgabe vor und zusätzlich können auch einzelne Artikel als PDF ausgedruckt, versendet und archiviert werden. Ein besonderer Leckerbissen ist die individuelle grafische Gestaltung der beiden unterschiedlichen Formate (HTML & PDF).
Neben der Aufmachung sind natürlich auch die Inhalte sehr interessant, besonders spannend finde ich die Einleitung mit 25 Meinungen zu typisch deutschem Design und die Kolumne »Design – Typisch deutsch«.
Zur Website: Design made in Germany – Design Magazin


was hat eigentlich dieses studentinnenhafte mädchen in tusche & aquarell mit dem mobile office auf dem schoss (i can work überall…) mit »design made in germany« zu tun??? hae?
»»Wenn wir also möchten, dass man bewundernd sagt ›typisch deutsch‹, dann müssen wir uns auch als Designer mit dem messen, was Deutschland tatsächlich Weltgeltung verschafft hat. … Ob Design made in Germany nur eine Herkunftsbezeichnung ist oder ein Gütesiegel sein kann, wird die Zukunft zeigen.«
wer solche bedürfnisse hat tut mir wirklich sehr leid!
(der artikel von K.P. Staudinger ist eine gutes trauriges beispiel für dieses (vermeintlich) »neue deutsche lockere nationalbewustsein« … und das schwarzrotgelb-layout ist peinlich - die illustration in kindisch naiv.)
wer die falschen fragen stellt, sollte sich nicht wundern wenn dabei nur falsche antworten rauskommen. diese nationale folie, die anscheinend der ausgangspunkt dieses magazins ist, ist solch eine dumme frage.
das ist der horizont von kleinbürgern die sich nach identität und vergewisserung ihres nationalen seins sehnen, - die in der konstruktion des »eigenen« auch gerne die konstruktion des »anderen« billigend in kauf nehmen(..)
oder anders - wie kommen designer dazu in einer welt die glücklicher weise kleiner geworden ist, in einer welt die transnationale, interkulturelle perspektiven in designdiskursen ermöglicht bzw vereinfacht, solch ein standortkonkurrenzprojekt auf die beine zu stellen??
ich weiss es nicht.
jedoch in zeiten von krise (wirtschafts- und daraus resultierend sinnkrise) kann man sich auf 3 dinge immer verlassen:
a) ein erstarkten spiritueller / religiöser strömungen
b) ein erstarkten des nationalismus
c) die sehnsucht nach kollektiven identitäten
und natuerlich ist das nationale distiktionsbedürfnis auch im land der »richter & henker« ausgeprägt. und natürlich gibt es auch designer die gerne sagen »ich bin stolz sein deutscher designer zu sein«.
…
ich denke > design ist sozial und nicht national zu denken.
alles andere ist stantortmarketing und und modernisierng nationaler identität.
in diesem sinne
sandy kaltenborn
ps. - warum nun der NS in der tollen deutschen design tradition (siehe aufzaehlung) hier nun keine erwaehnung erfaehrt - in der aufzaehlung. warum also bei »der stunde null« begonnen wird bleibt offen.
aber das kann man sicher mit einem artikel von s.heller dazu nachholen ; ) lol … die integration des NS in das nationale selbstverständnis welches wir unter rotgrün haben erleben dürfen wird sich sicher in den ein oder anderen design publikation auch weiter vollziehen. dieses magazin wäre sicher dazu geeignet.
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